Was regelt eine Vor- und Nacherbschaft?

Mit dieser Regelung kann der Erblasser verhindern, dass der Nachlass auf einen anderen Familienstamm abwandert. Die Regelung muss in einer Verfügung von Todes wegen (Testament oder Erbvertrag) getroffen werden.

Grundsätzlich darf der Vorerbe nicht über Nachlassgegenstände unentgeltlich verfügen und damit das Recht des Nacherben vereiteln. Die Beleihung des Nachlassgegenstandes kann der Vorerbe nur mit Einwilligung des Nacherben vornehmen. Steuerlich ist zu beachten, dass der Vorerbe und der Nacherbe jeweils die gleiche Person beerben, so dass ein Nachlass zweimal besteuert wird, was je nach Größe des Nachlasses zu erheblichen Steuerzahlungen führen kann.

Für die Nacherbschaft ist in § 2109 Abs. 1 Satz 1 BGB ein „Verfalldatum“ von dreißig Jahren bestimmt. Die Regelung kann jedoch über den Zeitraum von dreißig Jahren hinaus gelten, wenn die Nacherbfolge z. B. an die Lebenszeit des Vorerben geknüpft wird.

 
 

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