Gründung einer gGmbH

Gemäß § 1 GmbHG können nach Maßgabe der Bestimmungen des GmbHG zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck Gesellschaften mit beschränkter Haftung durch eine oder mehrere Personen errichtet werden. Haben sich die Personen auf einen gemeinsamen Zweck festgelegt, entsteht zunächst eine Vorgründungsgesellschaft in der Form einer GbR oder einer oHG. Die Gründung kann grundsätzlich formfrei erfolgen. Sofern die Erklärung zur Errichtung einer gGmbH zwischen den Parteien verbindlich erfolgen soll, unterliegt der Vorgründungsvertrag dem notariellen Formzwang. Im Weiteren wird der Gesellschaftsvertrag von den Personen ausgestaltet. Im Vordergrund des Gesellschaftsvertrags steht eine gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zielsetzung im Sinne der §§ 52 – 54 AO. Mit der notariellen Beurkundung des Gesellschaftsvertrags, die gemäß § 2 GmbHG zwingend ist, entsteht die sogenannte Vor-gGmbH als Zwischenstadium bis zur Eintragung der gGmbH im Handelsregister, vgl. § 11 Abs. 1 GmbHG. Mit der Eintragung wandelt sich die Vor-GmbH identitätswahrend in eine gGmbH um und wird Formkaufmann kraft Rechtsform, § 6 HGB.

 
 

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