Stiftung - Nur für Großunternehmen?

Für viele mittelständische Unternehmer, die schon vom Rechtsinstitut der Stiftung gehört haben, erscheint der Gedanke eine eigene Stiftung zu gründen noch fremd. Nach verbreiteter Meinung kann dies nur für sehr große Vermögen, z.B. von Industrieunternehmen, beispielsweise Klöckner und Krupp oder anderen großen Unternehmen wie Hertie gelten. Die Errichtung einer Stiftung kann jedoch auch im mittelständischen Unternehmensbereich dem Stifter die Möglichkeit bieten, sein Unternehmen insgesamt zu erhalten und es dem Zugriff seiner Erben zu entziehen. Gerade die Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen rückt Unternehmen nicht selten an den Rand der Insolvenz. Mit geeigneten Stiftungssatzungen werden Liquiditätsprobleme für das Unternehmen und die Gefahr der Anteilsveräußerung durch Familienmitglieder an externe Dritte ausgeschlossen. Aufgrund der Komplexität sollte die Stiftungssatzung unbedingt von einem Fachmann, einem kundigen Rechtsanwalt oder Notar, entworfen werden. Der Stifter kann über eine unternehmensverbundene Stiftung die Fortführung seines Unternehmens in seinem Sinne festschreiben, denn sein in der Stiftungssatzung festgelegter Wille bindet die Stiftungsorgane bei ihren Entscheidungen. Darüber hinaus bedarf die Aufhebung der Stiftung, wie auch eine Satzungsänderung, der Genehmigung der Aufsichtsbehörde, die eine solche jedoch nur erteilen wird, wenn dies dem Stifterwillen entspricht. Die Stiftungssatzung ist die Grundlage für jedes Stiftungshandeln und somit perfekt auf den Einzelfall abgestimmt zu entwerfen, damit die Stiftungsorgane nur im Sinne des Stifters tätig werden können.

 
 

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