Stiftungserrichtung

I. Rechtsfähige Stiftung

Soll die Stiftung mit eigener Verwaltung und eigener Rechtsfähigkeit tätig werden, ist im Vorfeld zu überlegen, welche Erträge aus dem Stiftungsvermögen erforderlich sind, um dieses Vorhaben zu verwirklichen. Errichtet der Stifter zu Lebzeiten eine Stiftung, kann er sich als Vorstand oder Beirat einbringen und die Stiftung „mit auf den Weg bringen“.

Eine rechtsfähige Stiftung sollte erst ab einem gewissen Kapitalbetrag errichtet werden, der auch die Verwaltungskosten trägt.

Die Besetzung der Organe Vorstand und Beirat einer rechtsfähigen Stiftung ist gut zu planen und nach Kompetenz und Leistungsfähigkeit der jeweiligen Personen zu entscheiden.

II. Unselbstständige (nichtrechtsfähige) Stiftung

Viele Stifter möchten nicht die Verantwortung einer eigenen Verwaltung ihrer Stiftung tragen. Darüber hinaus scheuen sie die Kosten für eine ständige eigene Verwaltung der rechtsfähigen Stiftung. Eine Alternative hierzu ist die so genannte Treuhandstiftung. Hierbei schließt der Stifter einen Vertrag mit einem Treuhänder, der das Stiftungskapital verwaltet und gemäß der in der Satzung festgelegten Zwecke verwendet. Auch hierbei dürfen grundsätzlich nur die Erträge des Stiftungskapitals für die Zweckverwirklichung verwendet werden, da auch die treuhänderische Stiftung prinzipiell auf Ewigkeit ausgerichtet ist.

Voraussetzung ist die Auswahl eines seriösen Treuhänders, dessen Rechtsform auch die nachhaltige Verwirklichung des Stiftungszwecks gewährleistet.

 
 

FOCUS»Einer der führenden Experten im Erbrecht«

 
 
 
Hinweis

Hiermit willigen Sie ein, dass Sie auf die Webseite von Youtube in einem neuen Fenster weitergeleitet werden. Hierdurch verlassen Sie im neuen Fenster unsere Kanzleiwebseite. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Youtube.

AbbrechenWeiter zu Youtube