Stiftungszivilrecht

Das Institut der Stiftung hat in den letzten drei Jahrzehnten an großer Beliebtheit gewonnen. Dies zeigt eine Erhebung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Im abgelaufenen Kalenderjahr 2019 sind 576 rechtsfähige Stiftungen errichtet worden. Das Institut der Stiftung ist beliebt, da es den Ewigkeitscharakter sowie in der Regel den Gemeinnützigkeitscharakter vereint.

Eine Stiftung ist grundsätzlich auf die Ewigkeit angelegt. Der in der Stiftungssatzung manifestierte Stifterwille wird so abgesichert. Sofern eine Stiftung gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgt, wird sie steuerlich privilegiert und der Stifter kann über sein eigenes Ableben hinaus Gutes tun. Daneben besteht auch die Möglichkeit durch beispielweise eine Familienstiftung oder eine Doppelstiftung, die eigene Familie und das eigene Familienunternehmen abzusichern.

Die geltende Rechtsordnung hat darüber hinaus besondere Mechanismen geschaffen, dies sicherzustellen. Stiftungsvermögen und Stifterwille sind grundsätzlich unantastbar; sie stehen unter dem besonderen Schutz der Rechtsordnung. So gibt es noch heute in Deutschland Stiftungen, deren Geburtsstunde über tausend Jahre zurückliegt. Die Stifter können auf dieser Grundlage darauf vertrauen, dass sie mit ihrer Stiftung auf Dauer einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen leisten werden.

 
 

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